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"Arkona"....der Name klingt schon ein wenig italienisch, nicht wahr? Aber nein....Kap Arkona sieht auch bei Sonnenschein nach Wind und Norden aus. Hier, wo Rügen sich weigert, das Ersatzitalien zu spielen, da läßt es sofort ein wenig an die skandinavischen Schärenlandschaften denken... .
Das Kap Arkona.... eine kahle Fläche , die von unberechenbaren Erderhebungen gefurcht wird. Man spaziert auf den Resten des Burgwalls der slawischen Jaromarsburg, die man als Burgruine wirklich nur dank der überall stehenden Hinweistafeln identifizieren kann, und hat dabei eine ausgezeichnete Aussicht aufs Meer. Manchmal bis zur dänischen Insel Mön. Rund ums Kap Steilküste, die nach jedem großen Sturm anders aussieht. Ein großer Teil der ehemaligen Tempelburg ist bereits weggewaschen.
Drei Türme stehen am Kap. Aus der Ferne gesehen am auffälligsten ist natürlich der höchste, "neue Leuchtturm". Ein alles in allem nicht sehr bedeutendes Bauwerk. Der neue Turm hat, man ahnt es, .... den alten Leuchtturm von 1826 ersetzt. Dieser wurde nach Plänen Schinkels gebaut. Er sieht wie alles mögliche aus, ein Wasserwerk etwa, aber nicht wie ein Leuchtturm. Gewiß erkennt man daran die Genialitat des Baumeisters Schinkel. Leuchttürme, die nach Leuchtturm aussehen, kriegt jedes kleine Kind hin.
Der dritte, kleinste Turm, ja doch, es gibt ihn, schauen Sie sich um, ist so unscheinbar, wie es seiner kulturhistorischen Bedeutung gebührt. Er stammt vom Anfang des letzten Jahrhunderts und diente der kaiserlichen Marine einst für Peilungen.
Schinkels Turm, übrigens auch ein beliebter Ort um zu heiraten (Standesamt), wurde restauriert und kann besichtigt werden. Über gußeiserne Treppen erreicht man seine Aussichtsplattform. Ein atemberaubender Ausblick erwartet Sie hier.
In der Nähe des Kap Arkona, bei Gellort (ca. 300 m), liegt der tatsächlich nördlichste Punkt der Insel. Kap Arkona, heute ein »Flächendenkrnal«, mit Sommertheater, ganzjährigen Führungen, Ausstellungen verschiedener coleur und auch Kunstausstellungen einheimischer und internationaler Künstler, kann nicht mit dem Auto erreicht werden. Kurz vor dem Ort Putgarten befindet sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz ... Endstation. Wer nicht zum Kap laufen möchte (etwa eine Viertelstunde) kann sich von einer kleinen Bahn oder Kremsern chauffieren lassen.
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